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Diagnose Prostatakrebs in München

Wir wollen Ihnen mit dieser Website eine umfassende Information rund um die Diagnose Prostatakrebs geben und Ihnen die Angst vor dieser Erkrankung nehmen. Wenn die Diagnose Prostatakrebs oder Prostatakarzinom gestellt wird, sind die meisten Männer zunächst sehr besorgt, dass sie an dieser Erkrankung versterben und in zweiter Linie, dass ihre Sexualität durch mögliche Folgen der Prostatakrebs-Therapie maßgeblich beeinträchtigt wird.

Ganz wichtig: Das Prostatakarzinom, also die bösartige Krebserkrankung der Prostata, wird zum Teil nur engmaschig beobachtet, in vielen Fällen durch Operation oder Strahlentherapie geheilt und die wenigsten Männer versterben an dieser Erkrankung. Die überwiegende Mehrheit unserer Prostatakrebs-Patienten zeigt nach der Behandlung keine funktionellen Einschränkungen wie Harninkontinenz (Probleme beim Wasser-Halten) oder Impotenz (Erektile Dysfunktion oder ED).

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Verdacht auf
Prostatakrebs?
Wir helfen Ihnen.

Sie setzen sich gerade mit der Möglichkeit auseinander, an Prostatakrebs erkrankt zu sein. Das Ergebnis der Krebsvorsorgeuntersuchung zeigt einen erhöhten Wert des Tumormarkers für Prostatakrebs (PSA). Das PSA (= Prostata spezifisches Antigen) ist ein organspezifischer Marker und wird erfolgreich als Tumormarker für die bösartige Erkrankung der Prostata eingesetzt. Eine Erhöhung des PSA kann allerdings auch andere Gründe haben, weshalb weitere Untersuchungen notwendig sind. Erhärtet sich der Verdacht auf ein PCA (Prostatakrebs) auch in der körperlichen und Ultraschall-Untersuchung, rät Ihnen der Urologe zu weiteren diagnostischen Schritten wie z.B. zu bildgebenden Verfahren und/oder der Prostatabiopsie, einer Gewebeentnahme aus der Prostata mit feingeweblicher Untersuchung.

Sie haben die Diagnose
Prostatakrebs erhalten
- was nun?

Sie wissen bereits das Ergebnis der Prostatabiopsie: Sie sind an Prostatakrebs erkrankt und wollen sich nun über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten, Heilungschancen und mögliche Nebenwirkungen informieren, um bald mit Ihrem Arzt eine Entscheidung über den bestmöglichen Therapieplan zu besprechen.

Wie wahrscheinlich ist eine Heilung bei der Diagnose Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist der häufigste Krebs bei Männern, aber in den meisten Fällen nicht die Todesursache. Etwa 70.000 Männer erkranken jährlich in Deutschland, das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 70 Jahren. Früher wurde eine Krebserkrankung viel später diagnostiziert als heute. Dank der besseren Früherkennung und des enormen medizinischen Fortschritts können wir heute viele Krebserkrankungen heilen oder wie eine chronische Erkrankung behandeln. Die Empfehlung zur Früherkennung in der aktuellen Leitlinie lautet: "Männer, die mindestens 45 Jahre alt sind und eine mutmaßliche Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren haben, sollen prinzipiell über die Möglichkeit einer Früherkennung informiert werden. Bei Männern mit erhöhtem Risiko für ein Prostatakarzinom [z.B. familiäre Häufung] kann diese Altersgrenze um 5 Jahre vorverlegt werden."

Prostatabiopsie schafft letztendlich Klarheit

Zweifelsfrei nachweisbar ist das Prostatakarzinom nur durch eine feingewebliche / histologische Untersuchung. Während der Prostatabiopsie entnimmt der Urologe Gewebeproben aus der Prostata, die vom Patholgen auf veränderte Zellen bzw. Krebszellen hin untersucht werden. Dadurch kann beurteilt werden, wie ausgedehnt und/oder aggressiv der Prostatakrebs ist.

Wir empfehlen heute zunehmend die sog. Fusionsbiopsie, ein zweizeitiges Verfahren, also zunächst die bessere Sichtbarmachung tumorverdächtiger Areale durch ein bildgebendes Verfahren, dem multiparametrischen MRT(=Kernspin). Wenn der Radiologe im MRT der Prostata tumorverdächtige Areale gemäß PI-RADS Klassifikation bestätigt, dann wird die Gewebeentnahme aus der Prostata mit dem MRT-unterstützten Ultraschallverfahren in Kurznarkose vom untersuchenden Urologen durchgeführt.

Die Leitlinien der urologischen Fachverbände schreiben dazu:

  • Die MRT soll als ergänzende bildgebende Diagnostik nach negativer Biopsie eingesetzt werden, wenn sie den geltenden Qualitätsstandards genügt.
  • Die MRT-US-Fusionsbiopsie soll eingesetzt werden, wenn eine den geltenden Qualitätsstandards genügende multiparametrische MRT einen Prostatakarzinom-suspekten Herdbefund aufweist. Die Indikation zur systematischen Biopsie bleibt davon unberührt."

Mehr über die Prostatabiopsie bzw. Fusionsbiopsie erfahren Sie unter www.fusionsbiopsieprostata.de.
Seit September 2017 steht Ihnen ein radiologisches Zentrum direkt in der Klinik in München-Planegg zur Verfügung: www.diagnostik-muenchen.de/prostata-mrt/

Der richtige Behandlungsplan für Sie nach der Prostatakarzinom Diagnostik

Um den richtigen Behandlungsplan für Sie nach einer Prostatakarzinom Diagnostik zu bestimmen, schauen wir uns zunächst das Ergebnis der feingeweblichen, histopathologischen Bestimmung der Prostatabiopsie so wie Ihren persönlichen Gesundheitszustand an. Zudem diskutieren wir mit Ihnen Ihre Vorstellung eines optimalen Behandlungsplans des Prostatakarzinoms, der zu Ihrem zukünftigen Leben mit dieser Erkrankung passen soll. Dabei berücksichtigen wir:

  • Wie hoch ist aktuell der PSA-Wert und wie hat sich dieser Tumormarker in den letzten Monaten oder Jahren entwickelt?
  • Prostatakrebs ist nicht gleich Prostatakrebs. Wie lautet die Beurteilung der feingeweblichen Untersuchung zur Aggressivität und Bösartigkeit des Tumors? Das wird u.a. mit dem sog. Gleason-Score ausgedrückt.
  • Wie groß ist der Tumor, gibt es mehrere?
    • Ist der Tumor über die Organgrenze hinausgewachsen?
    • Gibt es Metastasen? Wenn ja wo? Patienten mit einem histologisch gesicherten Prostatakarzinom und einem PSA-Wert von > 10 ng/ml oder einem Gleason-Score ≥ 8 oder lokal fortgeschrittenen Tumoren oder Knochenschmerzen sollen eine Skelettszintigraphie erhalten.
  • Wie gut ist Ihr sonstiger Gesundheitszustand, also gibt es weitere Erkrankungen, die etwa Ihre Lebenserwartung beeinträchtigen?
  • Fühlen Sie sich wohl, wenn wir die Tumorentwicklung zunächst beobachten: Man nennt dies ‚Aktive Überwachung’ oder ‚Active Surveillance’. Alle Parameter, die eine Aussage zur Entwicklung des Prostatakrebses geben, werden engmaschig kontrolliert.
  • Oder wollen Sie den Tumor in jedem Fall entfernt wissen?
  • Wie können Sie mit den Nebenwirkungen der unterschiedlichen Therapien umgehen?
  • Was ist Ihnen für Ihre Lebensqualität besonders wichtig?

Die Möglichkeiten der Prostatakrebs-Behandlung

Als Primärtherapie zur Behandlung des Prostatakarzinoms stehen operative und strahlenbasierte Verfahren zur Verfügung. Bei weit fortgeschrittenen bzw. metastasierten Prostatatumoren stellt die Hormontherapie und Chemotherapie die Behandlung der Wahl dar. Der Gleason-Score (benannt nach dem amerikanischen Pathologen Gleason) dient als Vorhersage für die Entwicklung der Krebserkrankung. Er beurteilt den Zerstörungsgrad des Prostatadrüsengewebes und damit die Aggressivität des Tumors.
Je höher der sogenannte ,Gleason-Score’ ist, desto aggressiver ist der Prostatakrebs, d.h. umso schneller wächst und wuchert der Krebs. Ein hoher ‚Gleason-Score’ bedeutet auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für Metastasenbildung (Tochtergeschwülsten) und eine kürzere Überlebenszeit, wenn keine Behandlung erfolgt.

Prostatakrebs Behandlung durch Aktive Überwachung / Active Surveillance

Diese Art der Prostatakrebs Behandlung ist für mind. 10% der Männer nach Prostatakrebs-Diagnose der richtige Weg. Wir wollen nur Tumoren behandeln, die den Patienten wirklich gefährden. Epidemiologische Studien zeigen, dass es in Deutschland Übertherapie geben kann: In Zahlen gesprochen, von 100 Männern, die operiert oder bestrahlt wurden, hätten eigentlich nur 50 behandelt werden müssen. Prostatakrebs wächst in der Regel sehr langsam. Deswegen stellen wir die OP-Indikation sehr vorsichtig und behandeln erst dann, wenn eine Progression, d.h. eine Fortentwicklung der Krankheit, zu erkennen ist.

Niedrig aggressive Tumoren werden durch folgende Kriterien definiert

  • PSA-Wert < 10ng/ml
  • Gleason-Score < 6
  • Biopsie: maximal 50% des Gewebes pro Stanze sind Tumorzellen. Es darf kein lokal fortgeschrittener Tumor vorliegen.

In den ersten zwei Jahren führen wir alle drei Monate eine PSA-Kontrolle und eine rektale Ultraschall-Untersuchung durch. Wenn sich das PSA stabil verhält, dann nur noch alle 6 Monate. Nach 6 Monaten kontrollieren wir des Weiteren den klinischen Zustand mit einer Biopsieuntersuchung. Sind die Ergebnisse weiterhin unverändert, dann führen wir zunächst alle 18 Monate, später alle drei Jahre Biopsien durch.

Wenn sich die PSA-Werte innerhalb von 3 Jahren verdoppeln, der Gleason-Score auf mehr als 6 ansteigt und/oder sich der Tumornachweis in der Biopsie verdichtet, dann verlassen wir die aktive Überwachung und wenden uns anderen Behandlungsmethoden zu. Studien zeigen, dass das tumorspezifische Überleben bei Patienten, die mit der heute möglichen Diagnostik keine klinische Progression zeigen, im 10-Jahreszeitraum bei 97% liegen (z.B. Klotz J clin Oncology, 2011).

Wir wollen keinen lebensgefährlichen Krebs übersehen, aber auch nicht harmlose Prostata-Tumoren grundlos behandeln.

Ist die Prostata-Operation nach der Prostatakrebs Diagnose die richtige Behandlungsoption für Sie?

Die vollständige Entfernung der Prostatadrüse inklusive Samenblase, radikale Prostatektomie (RPVE), ist die häufigste Behandlungsform des Prostatakrebses und wird jährlich etwa 25.000 Mal in Deutschland durchgeführt; also bei ca. der Hälfte der männlichen Prostatakrebspatienten.

Man unterscheidet heutzutage 3 verschiedene Operationsmethoden

  • Offene Operation (Laparotomie)
  • Laparoskopische OP, in sog. Schlüssellochtechnik bei zwei- oder dreidimensionaler Darstellung des OP-Bereichs
  • Roboter-unterstützte OP (z.B. da Vinci®) mit dreidimensionaler Darstellung des OP-Bereichs, auch unter robotisch assistierte laparoskopische radikale Prostatektomie (RALP)

Im Allgemeinen wird diese Behandlungsform empfohlen, wenn der Mann grundsätzlich gesund ist und der Tumor noch nicht die Organgrenze der Prostata überschritten hat. Wir operieren „nerven- und erektionserhaltend“, entfernen die Prostata somit schonend und erhalten beim überwiegenden Teil der Patienten das Erektionsvermögen.

Wir führen 250 Prostataentfernungen pro Jahr durch, bis 2016 meist als offene Operation. Seit 2017 steht unseren Patienten auch die Möglichkeit der roboter-assistierten Operation (da Vinci®) zur Verfügung. Die Prostatektomie ist eine komplexe, diffizile Operation, da sensible Organe wie Harnröhre, Harnblase, Schließmuskel und die Nerven für Erektion und Kontinenz sehr nah aneinander liegen. Für die meisten Patienten ist es schwierig, Erfahrung und Können der Operateure zu beurteilen. Deswegen fragen Sie Ihren Operateur, wie oft er die OP durchgeführt hat. Es wird inzwischen in den Leitlinien der Fachgesellschaft sogar dringend empfohlen, „mindestens 50 Prostatektomien in einer Einrichtung pro Jahr sowie mindestens 25 pro Operateur pro Jahr zu operieren“.

Diagnose Prostatakrebs - Was ist eine da Vinci®-Roboter-Operation?

Neben Können und Erfahrung des Operateurs gewinnt Hightech eine immer größere Rolle im OP-Saal. In den USA entscheiden sich bereits vier von fünf Patienten für eine roboter-unterstützte Operation (Quelle: National Cancer Institutes). Der „da Vinci®“ Roboter – nach dem italienischen Naturwissenschaftler und Künstler Leonardo da Vinci – verfügt über vier Arbeitsarme. Der Chirurg sitzt an einer Konsole im Operationssaal und fokussiert das Operationsgebiet des Patienten durch eine dreidimensionale Perspektive mit bis zu zehnfacher Vergrößerung, so dass feinste Strukturen wie Nerven und Blutgefäße genau erfasst werden können. In Echtzeit steuert der Chirurg mit seinen Handbewegungen die Arme und die Instrumente millimetergenau mit einer bis zu fünffachen Untersetzung, wobei unwillkürliche Bewegungen oder Händezittern ausgeglichen werden. Der knapp 2 Mio. teure, im Silicon Valley entwickelte und produzierte Operationsroboter unterstützt die Operation des Chirurgen und agiert nicht selbst.

Dieses roboter-unterstützte Verfahren erlaubt uns den Zugang durch mehrere Minischnitte durch die Haut und bringt einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen offenen Operationsmethode. Dadurch hat der Chirurg eine bis dato nicht gekannte präzise Operationsmöglichkeit mit möglichst geringem Verletzungspotential der gesunden tumorumgebenen Strukturen, so dass eine nervenschonende OP ermöglicht und die möglichen Risiken von Impotenz und Inkontinenz maßgeblich verringert werden.

Profitieren Sie vom da Vinci®-Operationssystem?

Der Roboter arbeitet in Schlüsselloch-Technik – das bedeutet, dem Operateur reichen kleinste Schnitte, um die Arbeitsarme des Roboters ins Operationsgebiet zu bringen. Des Weiteren gibt da Vinci® dem Chirurgen eine erhöhte Fingerfertigkeit und erzielt dadurch eine minimal mögliche Verletzung relevanter Nerven- und Gefäßstrukturen. Dadurch erholt sich der Patient schneller bei geringeren Nebenwirkungen wie z.B. Impotenz und Inkontinenz.

Infokasten Vorteile gegenüber herkömmlicher Verfahren

  • Geringerer Blutverlust und damit geringere Notwendigkeit von Bluttransfusionen
  • Geringere Nervenschädigung und damit geringere Wahrscheinlichkeit, (vorübergehend) impotent oder inkontinent zu werden
  • Geringere Schmerzen
  • Geringeres Infektionsrisiko
  • Schnellere Rehabilitation / Genesung
  • Bessere Krebskontrolle

Coronato, Journal of Robotic Surgery, 2009

Ist Strahlenbehandlung bei einer Prostatakarzinom Diagnostik eine Alternative für Sie?

Die Strahlentherapie ist zumeist eine gute Alternative für die Behandlung eines aggressiven Prostatakrebses und wird bevorzugt bei älteren Männern durchgeführt, bei denen eine eingeschränkte OP-Fähigkeit vorliegt.

Durch Strahlentherapie wird das Wachstum der Krebszelle gestoppt und die Krebszelle letztendlich zerstört. Ein Vorteil der Behandlungsmethode ist, dass auch sogenannte Krebsvorläuferzellen absterben.

In der Regel erfolgt über 8 Wochen einmal täglich die Bestrahlung mit einem Linearbeschleuniger in einem Strahlentherapeutischen Zentrum. Es wird im Vorfeld genau berechnet, dass im Tumorareal eine möglichst hohe Strahlendosis durch multiple Einstrahlungsrichtungen ankommt, möglichst ohne nahe daran liegende Strukturen wie Darm oder Blase zu schädigen.

Während Impotenz und Inkontinenz als Nebenwirkung der Behandlung weniger häufig als bei der operativen Entfernung der Prostata vorkommen, treten Komplikationen infolge der Strahlenschädigung von Blase und Darm häufiger auf.

Es gibt als strahlentherapeutische Alternative die sogenannte LDR-Brachytherapie, die Bestrahlung von innen. Dabei werden während eines ambulanten Eingriffs in Narkose wenige millimetergroße Stifte mit der radioaktiven Strahlungsquelle (sog. Seeds) in das Tumorareal der Prostata eingebaut. Das Tumorgewebe wird durch hochdosierte, punktgenaue Strahlung von innen zerstört. Diese äußerst präzise und nebenwirkungsarme Form der interstitiellen Strahlentherapie ist neben der Radikaloperation und der Bestrahlung von außen eine gemäß allen nationalen und internationalen Leitlinien empfohlene primäre Therapieoption beim Prostatakrebs im Niedrig-Risikostadium.
Weitere Informationen: www.ukmp.de/...

Welche Risiken gibt es bei der Prostatakrebs Behandlung?

Jedes chirurgische Verfahren birgt ein gewisses Risiko. Erfahrung der Chirurgen wie ggf. die Robotik-Technologie erlauben eine möglichst geringe Schädigung der umliegenden Nerven- und Gefäßstrukturen. Dadurch erleben Männer heutzutage geringere und zeitlich kürzer andauernde Nebenwirkungen.

Mögliche Nebenwirkungen nach der Entfernung der Prostata sind die erektile Dysfunktion (ED) wie unwillkürlichem Urinverlust (Inkontinenz).

Viele Männer erleben eine gewisse Beeinträchtigung der Erektionsfähigkeit nach der Operation. Erfahrung des Chirurgen,roboter-unterstütztes OP-Verfahren und das Tumorstadium (je früher, desto besser) unterstützen maßgeblich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Erektionsfähigkeit innerhalb des ersten Jahres nach der OP wieder komplett normalisiert. Wenn Sie vor der OP bereits Probleme mit der Erektionsfähigkeit hatten, werden Sie auch ein höheres Risiko für die Entwicklung einer erektilen Dysfunktion nach der OP haben.

Stanford et al, Urinary and sexual function after radical prostatectomy for clinically located prostate cancer. JAMA Network, 19

Der Großteil der Männer erlebt eine vorübergehende Störung des Harnverhaltens: Bei 81% der Männer normalisiert es sich innerhalb der ersten drei Monate, bei ca. 95% innerhalb des ersten postoperativen Jahres. Eine sogenannte Stressinkontinenz verursacht beim Husten, Niesen, Lachen oder körperlichen Training, dass der Harn nicht gehalten werden kann, so dass vorübergehend Einlagen getragen werden sollten.

Finkelstein et al; Open Versus Laparoscopic Versus Robot-Assisted Laparoscopic Prostatectomy: The European and US Experience, Rev Urol. 2010 Winter; 12(1): 35–43; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2859140/
Assad et al;Robotic Prstatectomy – a review; MedGenMed. 2004; 6(4): 20; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1480556/

Warum bei der Diagnose Prostatakrebs in die Urologische Klinik München-Planegg?

  • Erfahrung: Wir behandeln 1000 Patienten pro Jahr an Prostatakrebs. Unsere Chefärzte weisen eine über 20-jährige OP-Erfahrung auf. Das Risiko für Impotenz und Inkontinenz ist nicht an allen Krankhäusern gleich und hängt erheblich von der Erfahrung der Operateure ab. Für die Operation der Prostata steht der da Vinci® Roboter zur Verfügung.
  • Patientenzufriedenheit: Gerne können Sie sich auf der Website klinikbewertungen.de erkundigen.
  • Behandlungsräume wie Operationssäle sind 2017 komplett renoviert worden. Die Klinik wird als „Top Nationales Krankenhaus im Bereich der Prostataerkrankung“ bewertet (Focus Klinikliste 2017).
  • Unsere Chefärzte zählen zu den ‚Top-Medizinern‘ in der Urologie 2015 (Focus Ärzteliste 2015)
  • Unsere Mitarbeiter möchten Ihnen einen angenehmen Klinikaufenthalt bereiten.

Was können Sie nach einer Prostatakarzinom Diagnostik tun?

  • Versuchen Sie, Gelassenheit zu bewahren: Tumor ist nicht gleich Tumor, zumeist ist Prostatakrebs nicht lebensbedrohlich!
  • Nehmen Sie sich bitte Zeit und informieren sich ausführlich beim Facharzt. Lassen Sie sich nicht von den Publikationen im Internet verrückt machen.
  • Holen Sie sich eine Zweitmeinung ein.
  • Sprechen Sie offen mit Partner, Familie und Freunden über Ihre Erkrankung und kontaktieren Sie Menschen, die bereits behandelt wurden.
Wie können Partner, Angehörige und Freunde unterstützen?
  • Eine Krebsdiagnose verunsichert Betroffene und Angehörige. Unterstützen Sie den Patienten, indem Sie offen miteinander sprechen. Begleiten Sie nach Möglichkeit Ihren Partner zu Zweitmeinungsgesprächen. Notieren Sie zuvor alle Fragen, die Sie und Ihr Partner dem Arzt stellen möchten. Fragen auch Sie gezielt nach Nebenwirkungen aller Therapieoptionen.
  • Finden Sie heraus, wer in Ihrem Umfeld bereits an Prostatakrebs erfolgreich behandelt wurde und fördern Sie den Erfahrungsaustausch. Ermutigen Sie Ihren Partner, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist wichtig.

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Aktive Überwachung oder Active Surveillance

Aktive Überwachung ist für mindestens 10% der Männer nach Prostatakrebs-Diagnose der richtige Weg. Denn Tumore sollten nur behandelt werden, wenn sie den Patienten auch gefährden. Epidemiologische Studien zeigen, dass in Deutschland Prostatakarzinome häufiger als in anderen Ländern operiert werden. Von 100 Männern, die sich einer Op oder einer Bestrahlung unterzogen haben, hätten eigentlich nur 50 behandelt werden müssen.

Prostatakrebs wächst meist sehr langsam. Deswegen stellt man die OP-Indikation sehr vorsichtig und behandelt erst dann, wenn eine Fortentwicklung des Prostatakrebses zu erkennen ist. Bei der Diagnose „niedrig aggressiver Tumor“ wird innerhalb der ersten beiden Jahre alle 3 Monate eine Kontrolle des PSA-Wertes und eine rektale Ultraschalluntersuchung durchgeführt, wenn man sich für die ACTIVE SURVEILLANCE entscheidet.

Wenn sich die PSA-Werte stabil verhalten nur noch alle 6 Monate. Zusätzlich wird alle 6 Monate der klinische Zustand in einer Biopsie geklärt. Sind die Ergebnisse weiterhin unverändert, so führen wir erst alle 18 Monate und dann alle drei Jahre Biopsien durch.

Wenn sich die PSA-Werte innerhalb von 3 Jahren verdoppeln, der Gleason-Score auf mehr als 6 ansteigt und/oder sich der Tumornachweis in der Biopsie verdichtet, dann sollte über andere Behandlungsmethoden nachgedacht werden.

Studien zeigen, dass das tumorspezifische Überleben bei Patienten, die mit den heute möglichen Arten der Diagnostik keine klinische Fortentwicklung zeigen, im 10-Jahreszeitraum bei 97% liegt.

Es soll kein lebensgefährlicher Krebs übersehen, aber auch nicht harmlose Prostata-Tumoren grundlos behandelt werden.

Benigne

Benigne heißt in der medizinischen Fachsprache "gutartig". Tumoren, die kein aggressives Wachstum aufweisen, sich auf ihre Umgebung beschränken und keine Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden, werden als benigne bezeichnet.

Das Gegenteil von benigne ist maligne (bösartig). Wenn man von einem malignen Tumor spricht, ist damit ein bösartig wachsender Krebs gemeint. Hierbei wachsen die Krebszellen unkontrolliert, neigen also zur Ausbreitung.

Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Als benigne Prostatahyperplasie (BPH), LUTS (lower urinary tract) oder auch Prostataadenom (PA) bezeichnet man die gutartige Vergrößerung der Prostata mit zunehmendem Alter des Mannes. Die Prostata vergrößert sich durch Zellvermehrung, die Zellen selbst bleiben jedoch unverändert, sprich nicht krebsartig. Aus dieser Veränderung können Probleme beim Wasserlassen und der Potenz entstehen.

Brachytherapie

Mit Brachytherapie ist die sogenannte Bestrahlung von innen gemeint. Sie bietet einen Alternative zur herkömmlichen Strahlentherapie. Hierbei werden wenige millimetergroße Stifte als Quelle der radioaktiven Strahlung, sogenannte Seeds, in das betroffene Areal der Prostata eingesetzt. Das Gewebe des Tumors wird so durch hochdosierte, punktgenaue Strahlung von innen zerstört. Die Brachytherapie erfolgt ambulant und in Narkose. Diese äußerst präzise und mit wenigen Nebenwirkungen verbundene Form der Strahlentherapie ist neben der radikalen Prostatektomie und der Bestrahlung von außen eine empfohlene Bahandlungsform bei einem Prostatakarzinom im Niedrig-Risiko-Stadium.

DaVinci-Roboter-Operation

Neben Können und Erfahrung des Operateurs spielt auch Hightech eine immer größere Rolle im OP-Saal. In den USA wählen schon vier von fünf Patienten eine durch Roboter unterstützte Operation. Der „Da Vinci“ Roboter, der nach dem italienischen Naturwissenschaftler und Künstler Leonardo da Vinci benannt wurde, besitzt vier Arbeitsarme. Im Operationssaal bedient der Chirurg eine Konsole und fokussiert so das OP-Gebiet in einer dreidimensionalen Perspektive mit bis zu zehnfacher Vergrößerung. Dadurch können sehr feine Strukturen wie Nerven und Blutgefäße genau betrachtet werden. Dabei steuert der Chirurg die Arme und die Instrumente des Roboters in Echtzeit auf den Millimeter genau. So können beispielsweise unwillkürliche Bewegungen oder Händezittern ausgeglichen werden. Der knapp 2 Millionen Euro teure Operationsroboter wurde im Silicon Valley entwickelt und auch produziert. Er unterstützt die Operationstechniken des Chirurgen und agiert zu keiner Zeit selbständig.

Der Roboter arbeitet in Schlüsselloch-Technik (laparoskopisch)– das bedeutet, dem Chirurgen reichen minimale Schnitte, um die Arbeitsarme des Roboters in das zu operierende Gebiet einzuführen. Zudem gibt DaVinci dem Chirurgen eine deutlich verbesserte Fingerfertigkeit und damit entsteht eine bis dato ungekannte präzise Eingriffsmöglichkeit mit sehr geringem Verletzungspotential des gesunden Gewebes, welches den Tumor umgibt. Die Prostatektomie, die durch den Roboter unterstützt wird, schont die Nerven und reduziert die eventuellen Risiken von Impotenz und Inkontinenz erheblich.

Vorteile gegenüber herkömmlicher Verfahren

  • Verringerter Blutverlust und damit verminderte Notwendigkeit von Bluttransfusionen
  • Geringere Nervenschädigung und damit reduzierte Wahrscheinlichkeit zu vorübergehender Impotenz oder Inkontinenz
  • Verminderte Schmerzen
  • Geringeres Infektionsrisiko
  • Schnellere Rehabilitation / Genesung

Videos:

Fusionsbiopsie

Zunächst werden tumorverdächtige Areale durch ein multiparametrisches MRT sichtbargemacht. Wenn verdächtige Areale entdeckt werden, kommt es zur Gewebeentnahme mit einem MRT- unterstützten Ultraschallverfahren in Kurznarkose. Die Fusionsbiopsie Prostata entdeckt mit über 85%iger Wahrscheinlichkeit Prostatakrebs. Mit der herkömmlichen Biopsie werden nur 40-50% der Tumoren entdeckt.

Siehe: www.fusionsbiopsieprostata.de

Gleason-Score

Benannt ist der Gleason-Score nach dem amerikanischen Pathologen Gleason. Mit dem Gleason-Score wird die Entwicklung der Krebserkrankung vorhergesagt, indem er den Zerstörungsgrad des Prostatagewebes und damit die Aggressivität des Tumors beurteilt.

Je höher der Gleason-Score, desto aggressiver ist Prostatakrebs, d.h. umso schneller wächst und wuchert der Krebs.

Ist der Gleason-Score hoch, bedeutet das auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Metastasen und eine kürzere Überlebenszeit, wenn keine Behandlung erfolgt.

Harnleiter

Der Harnleiter (Ureter) ist die Verbindung zwischen Niere und Harnblase. Durch den Harnleiter wird der Harn beidseits aus den Nierenbecken in die Harnblase transportiert.

Harnröhre

Die Harnröhre (Urethra) ist der harnableitende Weg ab der Blase. Sie variiert in ihrer Beschaffenheit stark zwischen den Geschlechtern. Durch die Harnröhre wird der Harn von der Blase aus nach außen transportiert. Beim Mann zieht die Harnröhre durch die Prostata und wird dort als Höhle in ihr ausgebildet.

Hormontherapie

Die Hormontherapie ist die bevorzugte Behandlung bei Prostatakarzinomen im fortgeschrittenen Stadium. Hormone gelten als die Botenstoffe des Körpers. Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon und zuständig für die Entwicklung und Funktion der männlichen Geschlechtsorgane.

Damit die Prostata gesund funktionieren kann, braucht sie Testosteron, aber gleichzeitig fördert Testosteron auch das Wachstum des Prostatakarzinoms.

Man nennt dies auch Hormonabhängigkeit des Prostatakarzinoms. Diese Hormonabhängigkeit wird bei der Therapie des Prostatakarzinoms eingesetzt. Sobald der Testosteronspiegel sinkt, verlangsamt sich auch das Wachstum der Prostatakrebszellen. Geht diese Hormonabhängigkeit verloren, was im Verlaufe der Erkrankung passieren kann, dann sind andere Therapien notwendig.

Indikation/OP-Indikation

Eine OP-Indikation bedeutet, dass aus medizinischer Sicht alle Faktoren gegeben sind, die für eine Operation des Prostatakrebses sprechen.

Inkontinenz

Inkontinenz bezeichnet die verminderte oder völlige Unfähigkeit, den Harnfluss zu kontrollieren. Es existieren mehrere spezifische Einordnungen der Schwere der Inkontinenz. Sie kann als Symptom viele Ursachen haben.

Karzinom

Ein Karzinom ist ein bösartiger Tumor (Krebsgeschwür), der vom Deckgewebe (Epithel) der Haut, der Schleimhäute oder anderem Gewebe ausgeht. Zunächst einmal kommt es in vielen Zellen und Geweben des Körpers ständig zu Zellteilungen. Bei der Zellteilung und Verdopplung der DNA kommt es allerdings manchmal zu Fehlern, bei denen die Kontrolle über die Zellteilung abhandenkommt und eine einzelne Zelle so in den Zustand versetzt wird, sich unkontrolliert immer weiter teilen zu wollen. Solche kleinen Krebszellen entwickeln sich bei jedem von uns vielfach täglich. Ein gesundes Immunsystem kann aber entstandene Krebszellen sofort vernichten. Ist dies nicht der Fall, kann es zur Bildung eines Karzinoms kommen.

Kernspin/ Kernspintomographie

Die Kernspintomographie gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Sie wird auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt.

Bei der Aufnahme der Bilder ist man keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt. Stattdessen werden die Bilder durch ein Magnetfeld und Radiowellen erzeugt.

Die Untersuchung wird in bequemer Rückenlage durchgeführt – Sie müssen nichts weiter tun als ruhig und entspannt liegen zu bleiben. Die reine Untersuchungszeit beträgt etwa 25 – 35 Minuten.

Magnetresonanz­tomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Sie wird auch Kernspintomographie genannt.

Bei der Aufnahme der Bilder ist man keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt. Stattdessen werden die Bilder durch ein Magnetfeld und Radiowellen erzeugt.

Die Untersuchung wird in bequemer Rückenlage durchgeführt – Sie müssen nichts weiter tun als ruhig und entspannt liegen zu bleiben. Die reine Untersuchungszeit beträgt etwa 25 – 35 Minuten.

Maligne

Maligne ist der medizinische Fachbegriff für „bösartig“. Tumore, die aggressives Wachstum zeigen, zu Streuung neigen und Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden, werden von Ärzten als maligne bezeichnet.

Das Gegenteil von maligne ist benigne (gutartig).

Metastasen

Metastasen sind Tochtergeschwülste des Tumors. Sie bezeichnen Krebszellen, die vom ursprünglichen Krebsherd in andere Gewebe übergesiedelt sind.

Multiparametrisches MRT

Die MRT (Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomographie) gehört zu den bildgebenden Verfahren und kommt ohne potentiell schädliche Röntgenstrahlung aus. Stattdessen werden die Bilder durch ein Magnetfeld und Radiowellen erzeugt. Die Untersuchung wird in der Regel in Rückenlage durchgeführt und dauert ungefähr 25 – 35 Minuten.

Multiparametrisch bedeutet, dass mehrere Parameter der Bildgebung kombiniert werden, um die diagnostische Genauigkeit erheblich zu verbessern. Ein multiparametrisches MRT liefert dem Urologen entscheidende Informationen und ermöglicht ihm, einen optimalen Behandlungsplan auszuarbeiten.

Nebenwirkungen /Komplikationen OP

Wie jedes chirurgische Verfahren birgt auch die Prostatektomie ein gewisses Risiko. Durch die Erfahrung der Chirurgen und gegebenenfalls die Robotik-Technologie wird eine möglichst geringe Schädigung der umliegenden Nerven- und Gefäßstrukturen erreicht. So kommt es heutzutage zu geringeren und zeitlich kürzer andauernden Nebenwirkungen.

Häufige Nebenwirkungen nach der Entfernung der Prostata sind zum einen die erektile Dysfunktion und zum anderen der unwillkürliche Urinverlust (Inkontinenz). Die Erektionsfähigkeit der meisten Männer ist nach der Operation erst einmal eingeschränkt. Die Erfahrung des Chirurgen, die Wahl des roboter-unterstützten OP-Verfahrens und auch das Tumorstadium (je früher, desto besser) erhöhen deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass die Erektionsfähigkeit innerhalb des ersten Jahres nach der Prostatektomie wiederhergestellt wird. Wenn vor der OP schon Probleme mit der Erektionsfähigkeit bestanden, besteht ein höheres Risiko für die Entwicklung einer erektilen Dysfunktion nach der Prostatektomie.

Bei einem großen Teil der Männer wird eine vorübergehende Störung des Harnverhaltens, Inkontinenz, festgestellt: Bei 81% der Männer normalisiert sich die Inkontinenz innerhalb der ersten drei Monate, bei ca. 95% innerhalb des ersten Jahres nach der OP. Eine sogenannte Stressinkontinenz bedeutet dass der Harn während Husten, Niesen, Lachen oder körperlichem Training nicht gehalten werden kann, sodass manchmal vorübergehend Windeln getragen werden müssen.

Operationstechniken

  • Offene Operation
  • Laparoskopische OP, in sogenannter Schlüssellochtechnik bei zwei- und dreidimensionaler Darstellung des OP-Bereichs
  • Roboter-unterstützte und vom Chirurgen durchgeführte OP (z.B. DaVinci) mit dreidimensionaler Darstellung des OP-Bereichs

Eine OP wird empfohlen, wenn der Mann grundsätzlich gesund ist und der Tumor noch nicht die Organgrenze der Prostata überschritten hat.

Wir operieren „nerven- und erektionserhaltend“, entfernen die Prostata also schonend und erhalten beim Großteil der Patienten die Erektionsfähigkeit. Pro Jahr führen wir über 250 Prostataentfernungen durch.

Physiologisch

"Physiologisch" bedeutet, dass ein körperlicher Prozess normal abläuft, beziehungsweise nicht bedenklich ist. Die Physiologie ist die Lehre des normalen Ablaufs von Körperprozessen.

PI-RADS Klassifikation

PI-RADS Score 1: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist sehr unwahrscheinlich
PI-RADS Score 2: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist unwahrscheinlich
PI-RADS Score 3: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist fragwürdig (unklarer Befund)
PI-RADS Score 4: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist wahrscheinlich
PI-RADS Score 5: das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms ist sehr wahrscheinlich

Prostata

Die Prostata (deutsch: Vorsteherdrüse) ist eine zwischen Harnblase und Penis gelegene, männliche Geschlechtsdrüse. Sie ist Teil der sekundären, männlichen Geschlechtsorgane und produziert einen Großteil der flüssigen Bestandteile im Ejakulat. Die Harnröhre läuft mitten durch die Prostata.

Prostatabiopsie

Unter Biopsie versteht man eine Entnahme von Gewebe mit anschließender mikroskopischer Untersuchung bezüglich auffälliger Zellen.

Im Falle der Prostata wird eine kleine Nadel in die Prostata eingeführt und von unterschiedlichen Stellen Gewebeproben entnommen. Die Biopsie wird unter örtlicher Betäubung oder in Analgosedierung durchgeführt. Die Untersuchung ist weniger schlimm, als sie sich anhört. Fest steht jedoch, dass bei Verdacht auf die Diagnose Prostatakrebs nur eine histologische Untersuchung endgültige Sicherheit bringt. Der Pathologe untersucht die Gewebeentnahme auf veränderte Zellen bzw. Krebszellen und beurteilt wie aggressiv der Prostatakrebs ist.

Eine Biopsie wird dann empfohlen, wenn vorherige Untersuchungen den Krebsverdacht erhärtet haben. Ein MRT der Prostata wird heutzutage vor der Biopsie zumeist empfohlen.

Prostatektomie

Siehe Radikale Prostatektomie

PSA

PSA steht für „Prostata spezifisches Antigen“ und ist ein organspezifischer Tumormarker für Prostatakrebs, der erfolgreich in der Prostatakrebs Diagnostik eingesetzt wird. Das „Prostata spezifische Antigen“ wird im Blutserum nachgewiesen, weswegen eine Blutentnahme erforderlich ist. Ein erhöhter PSA-Wert (> 10 ng/ml) kann aber auch andere Gründe haben, weshalb weitere Untersuchungen in jedem Fall notwendig sind. Erhärtet sich der Verdacht auf Prostatakrebs auch in körperlicher Untersuchung und Ultraschall werden diagnostische Schritte wie zum Beispiel bildgebende Verfahren und/oder Prostatabiopsie eingeleitet.
(z.B. Bei einem Wert von > 10 ng/ml → Skelettszintigraphie) oder Ganzkörper-MRT)

Radikale Prostatovesikulektomie (RPVE)

Bei dieser Operation werden zusätzlich zur Prostata, die Samenbläschen, ein Teil der Blasenschleimhaut und die Beckenlymphknoten entfernt. Zugang zum OP-Gebiet erhält der Chirurg entweder über einen Bauchschnitt, von vorne oder über einen kleinen Dammschnitt (perineal). Manchmal kann die Prostatovesikulektomie auch minimalinvasiv in „Schlüssellochtechnik“ (laparoskopisch) oder robotisch unterstützt mit dem DaVinci-System durchgeführt werden.

Regionäre Lymphknoten

Als regionäre Lymphknoten bezeichnet man die ersten Lymphknoten, zu denen die Lymphbahnen eines bestimmten Organs ihre Lymphe (Lymphflüssigkeit) transportieren. Sie sind die ersten Gewebe an denen sich Metastasen manifestieren, da Tumore die Lymphbahnen zur Verbreitung innerhalb des Körpers nutzen.

Rektum

„Rektum“ ist der anatomische Begriff für den Enddarm, den letzten Teil des Darms, der direkt zum Anus führt.

Rezidiv

Rezidiv bedeutet „Rückfall“, also ein erneutes Auftreten der Erkrankung. In Bezug auf ein Prostatakarzinom heißt das, dass neue Krebsherde vorgefunden wurden. Eine mögliche Ursache ist meist verborgen gebliebenes Tumorgewebe, wodurch die Krankheit nach einiger Zeit erneut ausbrechen kann. Ist in den erst fünf Jahren nach der Tumorbehandlung kein Rezidiv aufgetreten, bestehen sehr gute Chancen auf eine dauerhafte Heilung. Es gibt jedoch Tumore, die auch nach längerer Zeit noch ein Rezidiv verursachen können.

Skelettszintigraphie

Nachdem die Diagnose Prostatakrebs gestellt wurde, wird meist eine Skelettszintigraphie durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine nuklearmedizinische Untersuchung, die bereits entstandene Knochenmetastasen erkennen soll. Allerdings werden mit einer Skelettszintigraphie Knochenmetastasen erst ab einer Größe von ca. 6 mm nachgewiesen. Eine negative Skelettszintigraphie bedeutet also nicht zwingend das Fehlen von Metastasen.

Abhängig vom diagnostizierten Prostatakrebs und den Begleitumständen, kann eine Skelettszintigraphie oder ein Ganzkörper-MRT durchgeführt werden.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie stellt zumeist die zweitbeste Behandlung eines aggressiven Prostatakrebses dar und wird bevorzugt bei älteren Männern durchgeführt, bei denen eine eingeschränkte OP-Fähigkeit vorliegt.

Mithilfe der Bestrahlung wird die Krebszelle beim Wachstum behindert und letztendlich zerstört. Ein großer Vorteil besteht darin, dass auch Vorläuferzellen des Krebses absterben. Im Normalfall unterzieht sich der Patient über 8 Wochen einmal täglich der Bestrahlung mit einem Linearbeschleuniger in einem Strahlentherapeutischen Zentrum. Bereits im Vorfeld wird genauestens darauf geachtet, dass im Tumorareal eine möglichst hohe Strahlendosis durch unterschiedliche Richtungen der Bestrahlung ankommt, wenn möglich ohne nahe daran liegende Strukturen wie zum Beispiel den Darm oder die Blase zu schädigen. Zwar treten Impotenz und Inkontinenz als Nebenwirkung der Behandlung weniger häufig als bei der operativen Prostataentfernung, doch kommen Komplikationen infolge der Strahlenschädigung von Blase und Darm in 30-40% der Fälle vor.

T-Kategorie / TNM-Klassifikation

Die T-Kategorie gibt Auskunft darüber, wie sehr sich der Tumor bereits ausgeweitet hat. Es wird in die Stadien T1-T4 unterteilt und ist Teil des sogenannten Tumorstagings, also der TNM-Klassifikation des Tumors. Die beiden anderen Kategorien bezeichnen die Lymphknotenmetastasen (N) und die Fernmetastasen (M).

Topographisch/Topographie

Topographisch bedeutet örtlich bzw. räumlich. Eine topographische Nähe, zum Beispiel von Organen, bezeichnet das rein anatomische Beisammenliegen dieser. Es muss dafür keine funktionelle Interaktion oder Abhängigkeit bestehen.

Transrektal (transrektaler Ultraschall, transrektale Sonographie)

Transrektal ist gleichzusetzen mit „durch den After“. Mag das Wort auch zunächst etwas unheimlich wirken, bedeutet es tatsächlich nur, dass die Ultraschallsonde durch den After einige wenige Zentimeter in den Enddarm eingeführt wird, um die Prostata von dort aus besser betrachten zu können.

Tumor

Unter einem Tumor (lat. „Schwellung“) versteht man grundsätzlich eine raumfordernde Veränderung von Gewebe. Man unterscheidet zwischen gutartigen (benignen), bösartigen (malignen) sowie semimalignen Tumoren. Die Grenze ist nicht immer scharf setzbar. Eine Schwellung, wie sie bei einer Entzündung auftritt ist ein Beispiel für einen gutartigen Tumor. Ein metastasierender Krebs wird hingegen als bösartiger Tumor bezeichnet.

Tumorstaging / TNM-Klassifikation / Tumorstadium

Mit dem sogenannten Tumorstaging schätzt man das Ausmaß einer malignen Tumorerkrankung ein. Das Ausmaß wird durch Größe und Lokalisation des Tumors bestimmt. Drei Faktoren werden hierbei hinzugezogen:

  • Größe des Primärtumors (T): TX , T0, T1, 2, 3 oder 4
  • Lymphknotenbefall (N): NX (nicht auswertbar), N0 (kein Lymphknotenbefall), N1, 2, 3 (Befall von einem oder mehreren Lymphknoten)
  • Fern-Metastasen (M): MX (nicht auswertbar), M0 (keine Fernmetastasen), M1 (Fernmetastasen)

Urologie

Die Urologie (von griechisch "Uron"- der Harn und "Logos" - die Lehre) ist die Lehre von den Nieren und ableitenden Harnwegen sowie der männlichen Geschlechtsorgane. Die Fachärzte der Urologie werden als Urologen bezeichnet.

Ureter

Siehe Harnleiter

Urethra

Siehe Harnröhre

Vorsteherdrüse

Vorsteherdrüse ist die deutsche Bezeichnung für die Prostata.

 
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