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Häufige Fragen und interessante Links

Sind Prostatakrebs und benigne Prostatahyperplasie das Gleiche?

Nein. Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr wächst die Prostata stetig, was ein normaler und physiologischer Prozess im Laufe des Lebens eines Mannes ist. Dieser Zustand wird als gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie (kurz: BPH) oder auch Prostataadenom) bezeichnet. Eine benigne Vergrößerung der Prostata unterscheidet sich sowohl bezüglich der Entstehung als auch der darauffolgenden Entwicklung vollkommen von einem malignen Prostatakrebs.

Ab wann sollte man regelmäßig zur Prostatakrebsvorsorge gehen?

Bei Schmerzen oder generellen Beschwerden wie z.B. häufiges Urinieren wird grundsätzlich geraten, einen Arzt aufzusuchen. Prostatakrebs verläuft allerdings gerade in der Anfangsphase sehr „still“, also beschwerdearm und wird daher häufig nicht rechtzeitig bemerkt oder ignoriert. Daher haben Männer ab dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung auf Prostatakrebs, welche auch vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet wird. Diese Vorsorge-Untersuchung wird von den Fachärzten aufgrund der Beschwerdearmut von Prostatakrebs dringend angeraten.

Diagnose Prostatakrebs – Was nun?

Ein diagnostizierter Prostatakrebs mit gering erhöhtem PSA-Wert oder langsam wachsenden Tumoren im Alter, z.T. auch unaufälligem klinischen Befund, wird zumeist beobachtet. Dieses Verfahren wird „Active Surveillance“ (Aktive Überwachung) genannt. Bei dieser Methode werden die Laborwerte (PSA) in regelmäßigen Abständen überprüft und es wird kontrolliert, ob sich der Tast- bzw. Ultraschall- bzw. MRT-Befund verändert. In der Urologischen Klinik München-Planegg besteht viel Erfahrung in der Einschätzung, Therapie und Heilung von Prostatakrebs; es werden jährlich ca. 1.000 Patienten diagnostiziert und behandelt.

Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs oder Prostatakarzinom (kurz auch Prostata-CA) bezeichnet eine bösartige Vergrößerung der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata). Diese entsteht durch unkontrollierte Vermehrung mutierter Zellen. Diese können in benachbartes Gewebe einwachsen oder in andere Bereiche des Körpers streuen. Der Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Die Zahl der an Prostatakrebs Neuerkrankten liegt allein in Deutschland bei jährlich etwa 130 pro 100.000 Männern. Aufgrund der hohen Fallzahlen des Prostatakrebses haben urologische Kliniken wie die Urologische Klinik München-Planegg viel Erfahrung in der Beurteilung, Behandlung und Heilung von Prostatakarzinomen.

Wie macht sich Prostatakrebs bemerkbar?

Zahlreiche Männer im hohen Alter leiden an Prostatakrebs, ohne es zu bemerken. Manchmal macht sich ein Prostatakarzinom bemerkbar z.B. durch Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Samenerguss, durch Impotenz oder durch Blut im Urin. Aufgrund der topographischen Nähe zu Blase und Rektum können die Nachbarorgane befallen werden. Des Weiteren streuen Krebszellen in andere Organe, z.B. Knochen, indem sie sich über die regionären Lymphknoten und -bahnen im Körper verteilen.

Wie sind die Überlebenschancen bei Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist, als eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern, seit langem im Fokus der Medizin und ist dadurch mittlerweile sehr gut therapierbar, über 80% der an Prostatakrebs Erkrankten, überleben. Damit gehört der Prostatakrebs zu den am besten therapierbaren Krebsarten überhaupt.

Was ist der PSA-Wert?

Der PSA-Wert hilft bei der Diagnose des Prostatakrebses. Von den Prostatazellen wird ein Protein gebildet, das prostataspezifische Antigen (PSA). Wird eine erhöhte PSA-Konzentration im Blut nachgewiesen, kann das auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms hinweisen. Dies trifft allerdings auch bei Männern zu, bei denen eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH= benigne Prostatahyperplasie) oder auch eine Infektion der Prostata vorliegt. Aus diesem Grund sollten einige PSA-Werte im zeitlichen Verlauf erfasst werden.

Laborabhängig, doch in der Regel liegen Werte

  • im Normbereich von 0 - 4 ng/ml
  • im Graubereich von > 4 - 10 ng/ml
  • im Bereich eines Verdachts auf Prostatakrebs > 10 ng/ml ausgegangen.

Was ist eine Biopsie?

Bei einer Prostata-Biopsie wird mit einer hohlen Nadel unter Ultraschall eine Gewebeprobe entnommen. Die gestanzten Proben werden in einem Labor auf eine bösartige Veränderung der Prostata analysiert. So kann die Diagnose Prostatakrebs gestellt bzw. ausgeschlossen werden.

Wann ist die Durchführung einer Biopsie sinnvoll?

Wenn die Tast- oder Ultraschalluntersuchung durch den Urologen auffällig ist und/oder mehrfach ein erhöhter PSA-Wert im Blut gemessen wurde, wird in der Regel eine Biopsie empfohlen, um die Diagnose Prostatakrebs endgültig abzuklären. Wir empfehlen die Fusionsbiopsie, d.h. vorausgehend die Durchführung eines mpMRTs.
(siehe auch: www.fusionsbiopsieprostata.de/)

Ist die Durchführung einer Biopsie schmerzhaft?

Nein, wenn es richtig durchgeführt wird. Manche niedergelassenen Urolgen führen sie ohne Narkose durch. Bei uns in der Urologischen Klinik München-Planegg z.B. wird die Biopsie in Analgosedierung / Dämmerschlaf angeboten. Dann spürt der Patient keinerlei Schmerzen.

Wann kann eine Hormonentzugstherapie angezeigt sein?

Wenn das Prostatakarzinom bereits lokal über die Organgrenze hinweg fortgeschritten ist und Lymphknoten- und Knochenmetastasen gebildet hat, dann reicht zumeist eine rein lokale Behandlung, z.B. die operative Entfernung der Prostata nicht mehr aus. Zumeist wird eine systemische Therapie z.T. mit externer Bestrahlung empfohlen, um eine Wirkung auf den gesamten Körper zu erzielen. Mit Hilfe der Hormontherapie kann der Prostatakrebs zwar nicht mehr geheilt werden, jedoch sorgt sie für eine Reduzierung der Tumorgröße bzw. Ausdehnung des Tumors und seiner Metastasen und für das Verlangsamen des Tumorwachstums.

Wie funktioniert die Hormonentzugstherapie?

Hormone gelten als Botenstoffe des Körpers. Das Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon und zuständig für die fortschreitende Entwicklung und Funktion der männlichen Geschlechtsorgane. Die Funktion der gesunden Prostata erfordert Testosteron, aber es fördert auch das Wachstum des Prostatakarzinoms. Diese Hormonabhängigkeit wird bei der Therapie des Prostatakarzinoms eingesetzt. Wenn der Testosteronspiegel sinkt, verlangsamt sich auch das Wachstum der Prostatakrebszellen.

Wann muss Prostatakrebs operiert werden?

Jeder Fall wird für sich selbst betrachtet und von einem erfahrenen Urologen bewertet. Letztlich sind es individuelle Faktoren, die über die Form einer Therapie von Prostatakrebs entscheiden. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem das Alter und die allgemeine Verfassung des Patienten, die Größe und Ausbreitung des Tumors, die Laborwerte sowie die Heilungsprognose. In zahlreichen Prostatakrebsfällen ist keine Operation nötig. Die letztliche Indikation zu einer OP wird von einem Urologen mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet gestellt, der alle einzurechnenden Faktoren sowie den Patientenwunsch berücksichtigt.

Was ist eine Prostatektomie?

Als Prostatektomie oder auch kurz rPVE für radikale Prostatovesikulektomie bei Prostatakrebs bezeichnet man die operative Entfernung der krebsbefallenen, männlichen Geschlechtsdrüsen. Dieser Eingriff ist eine der vier möglichen Therapien bei Prostatakrebs. Man erwartet durch die Entfernung des gesamten Gewebes, das von Krebszellen infiltrierte Gewebe erfolgreich entfernt zu haben.

Wer führt eine Prostatektomie oder Prostatabiopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs durch?

Beide Eingriffe werden von erfahrenen Urologen durchgeführt. Vor jedem Eingriff erfolgt zudem eine genaue Aufklärung des Patienten über Art und Umfang des Eingriffs durch einen Urologen. (siehe auch: www.fusionsbiopsieprostata.de/)

Was bewirkt eine Prostatektomie bei Prostatakrebs?

Die Entfernung der Prostata bedeutet die Entfernung der Vorsteherdrüse (Prostata) inklusive des gewebsspezifischen Tumors. Damit werden viele Patienten vom Prostatakrebs wirklich geheilt.

Wie wird eine Prostatektomie durchgefürt?

Nach eindeutiger Feststellung einer Operationsindikation durch den behandelnden Urologen wird das weitere Vorgehen beschlossen. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Methoden zur Durchführung einer Prostatektomie bei Prostatakrebs.

  • Offene Operation:
    Bei der offenen Operation wird die Prostata über einen Bauchschnitt (Laparotomie) zugänglich gemacht. Dem Operateur wird dadurch ein guter Zugang zum Prostatakrebs ermöglicht.
  • Laparoskopische OP:
    Unter Verwendung der minimalinvasiven, sogenannten Schlüssellochtechnik wird dem Operateur das Operationsgebiet zwei- oder dreidimensional auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Der Operateur muss sehr viel kleinere Schnitte machen und kann trotzdem die Prostata gut erreichen.
  • Roboter-unterstützte OP (z.B. DaVinci, auch bezeichnet als „Robotisch assistierte, laparoskopische Prostatektomie“):
    Mithilfe eines modernen Roboters wird dem Operateur ein dreidimensionales Bild des Operationsgebietes ermöglicht. Bei Prostatakrebs kann der Urologe hiermit minimalinvasiv und mit Unterstützung des Präzisionsroboters vorgehen.

Welche Methode für den Eingriff gewählt wird ist fallabhängig. Ein erfahrener Urologe bewertet bei einer Erkrankung an Prostatakrebs den Einzelfall und entscheidet, welche Methode die Richtige ist. Der gesamte Ablauf der Operation sowie des stationären Aufenthalts wird zudem im Vorfeld vom behandelnden Arzt eingehend und umfangreich erläutert. Dazu dient die Patientenaufklärung zur Prostatektomie bei Prostatakrebs, die jeder Operation dieser Art vorausgeht.

Wie häufig wird die Prostatektomie durchgeführt?

In der Urologischen Klinik München-Planegg operieren sehr erfahrene Chirurgen circa über 250 Prostatektomien jährlich. Durch die hohe Anzahl an Operationen haben die behandelnden Ärzte großen Erfahrungsreichtum im Bereich der operativen Behandlung von Prostatakrebs.

Was können die Nebenwirkungen einer Prostatektomie bei Prostatakrebs sein?

Bei der Prostatektomie wird die Harnröhre, die direkt durch die Prostata zieht, durchtrennt und der penisnahe Teil mit dem blasennahen Teil vernäht. Dadurch entsteht eine, Anastomose genannte, Neuverbindung. Nach dem Eingriff besteht bei vielen Patienten eine temporäre Inkontinenz, die bei den meisten Betroffenen innerhalb weniger Wochen bis Monate sich rückbildet. Kontinenztraining hilft sehr unterstützend. In sehr seltenen Fällen kann die Kontinenz nicht mehr wiederhergestellt werden. Die beidseits verlaufenden, für die Erektion verantwortlichen, Nerven verlaufen nahe des Operationsgebietes und können ggf. beschädigt werden. Im Falle einer Schädigung bzw. einer notwendigen Entfernung beider Nerven bei der OP ist eine erektile Dysfunktion (Impotenz) die Folge. Mit wachsender Erfahrung des Operateurs sowie moderner Operationstechniken, wie der „Robotisch assistierten, laparoskopischen Prostatektomie“, minimiert sich allerdings die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung des Nervengeflechts. Falls bereits vor der Operation Probleme mit Impotenz und Inkontinenz bestanden, werden diese auch nach der Operation in der Regel fortbestehen.

Welche Maßnahmen kann man bei fortbestehender Inkontinenz nach einer Prostataentfernung ergreifen?

Dauerhafte Inkontinenz kann, wenn auch nicht häufig, eine Folge der OP sein, insbesondere bei Tumoren, die über die Organgrenze hinausgewachsen sind. Dabei wird der Nerv, der für die willkürliche Blasensteuerung zuständig ist, beschädigt. Jedoch ist es möglich durch Beckenbodentraining oder das Einsetzen eines Mitturethralbandes die noch vorhandene Funktion zu stärken und so der Stressinkontinenz, also der Inkontinenz bei Belastung und voller Blase, vorzubeugen. Ein erfahrener Chirurg operiert komplikationsloser. Fragen Sie Ihren Operateur nach seiner OP-Erfahrung.

Kann es in der Folge einer Prostataentfernung zu dauerhafter erektiler Dysfunktion kommen?

Tatsächlich kann es bei einer radikalen Prostatektomie zu einer Verletzung der Nerven kommen, die für die Erektion beim Mann zuständig sind. Dies rührt daher, dass diese beidseitig eng an der Prostata vorbeiziehen und so bei der Prostataentfernung verletzt werden können, was je nach Ausmaß der Beschädigung zu einem kurzzeitigen Ausfall der Erektionsfähigkeit bis hin zu dauerhafter erektiler Dysfunktion (ED) kommen kann. Grundsätzlich gilt, dass gesunde potente Männer ein geringeres Risiko nach der Prostata-OP haben, an ED mittel- oder dauerhaft zu leiden. Die Lage und Größe des Tumors spielt allerdings auch eine Rolle, in welchem Maße nervenschonend operiert werden kann.

Welche Vorbereitungen müssen vor einer etwaigen Operation getroffen werden?

Die Planung von An- und Abreise wird vom Patienten selbst übernommen, die Urologische Klinik München-Planegg bietet Stellen, die dabei gerne helfen. Weitere Einzelheiten, wie Essenswünsche, können im Vorfeld oder bei der Ankunft geklärt werden. Des Weiteren erfolgt vor jeder Operation eine umfangreiche Aufklärung durch einen Urologen, der den genauen Ablauf erläutert.

Wer kann mich beraten?

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Telefon: +49 (0)89 - 85693 - 2663, KontaktformularKontaktformular

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Interessante Links zum Thema

Urologenportal  »
www.urologenportal.de/patienten.html

Prostata.de  »
www.prostata.de/tipps-fuer-leben-mit-pca

Kontinenztraining  »
www.physio-deutschland.de/...

ÄrzteZeitung  »
www.aerztezeitung.de/.../prostatakrebs/

American Cancer Society®  »
www.cancer.org/cancer/prostate-cancer/...